SV-Loccum

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Loccumer in Bassum: Nicole Posnanski, Holger Rothe, Marie Bürkel, Heiko Sembdner, Nils Rothe und Ralf Göttner 

 

Riesige Freude über persönliche Bestleistung und maßlose Enttäuschung über persönliches Pech gingen Hand in Hand am Himmelfahrtstag in Bassum.

Der Bassumer Bogensportverein hatte zu seinem traditionellen Himmelfahrtsturnier eingeladen. Geschossen wurde eine sogenannte „Große Fita“, ein Bogenturnier mit 144 Pfeilen auf vier verschiedene Entfernungen. 

Das Besondere in Bassum: Hier treffen „Bogenprofis“ auf Freizeitsportler. Heuer war es der beste deutsche Compoundschütze, Marcel Tracel, Bundeskaderschütze und Nummer 23 der aktuellen Weltrangliste. Natürlich gewann er überlegen das Turnier mit einem neuen deutschen Rekord sowie einem Platzrekord.

Aber auch die Loccumer zeigten einiges: Holger Rothe verfehlte den Sieg in der Klasse Master Compound nur um einen Ring. Dabei schoss er einen neuen persönlichen Rekord. Das stimmt zuversichtlich für seinen Start bei der Landesmeisterschaft der Paraschützen am kommenden Wochenende in Werlte.

Wie immer war Nicole Posnanski bei den Siegern dabei. Auch sie schoss einen neuen persönlichen Rekord und siegte mit 29 Ringen Vorsprung sehr deutlich. Besondere Freude bereitete zusätzlich die erreiche zweithöchste Schießauszeichnung der WA, der Bogenstern in Gold für 1350 Ringe. Den hatte sie bisher immer knapp verfehlt.

Nils Rothe wurde Dritter in der Seniorsclass. Er war etwas enttäuscht, hatte er sich doch nach seinen Erfolgen der letzten Zeit mehr ausgerechnet. Da half auch nicht der erreichte deutliche Mannschaftssieg in der Compoundklasse zusammen mit Nicole Posnanski und Vater Holger Rothe.

Heiko Sembdner haderte mit sich und seinem Material, weil es nicht rund lief. Er wollte bereits aufgeben, biss sich aber dennoch weiter durch. Der verdiente Lohn war Platz 2 bei den Recurve Master.

Marie Bürkel hatte einen ganz schlechten Tag erwischt. Bei ihr lief nichts zusammen. Das Ergebnis war dem entsprechend.RG02

Ralf Göttner wollte das Turnier als Generalprobe für die am kommenden Sonntag stattfindende Landesmeisterschaft des NBSV in Garbsen nutzen. Als er seinen Bogen auspackte, fehlte das Visier. Ärger und Aufregung, Hilfsangebote von allen Seiten durch Veranstalter und andere Schützen. Man hilft ja gern. Aber alles das nutzte nichts. Ohne das auf den Bogen eingestellte Visier geht nichts. So war das Turnier für ihn bereits vor dem offiziellen Start beendet und er zum Zuschauen verurteilt. Eine riesige Enttäuschung!

Aber die Bassumer hatten sich etwas ausgedacht. Vor der Siegerehrung wird traditionell ein Stoffbär an einen Turnierteilnehmer „verliehen“ der, außerhalb der Schießleistung, beim Turnier irgendwie besonders aufgefallen war. Diese „Ehre“ wurde dann Ralf Göttner zuteil. Verbunden mit der Bärenverleihung war ein fest zugesicherter Startplatz für das Turnier 2020. Und auch das Versprechen, dass von der Turnierleitung 2020 bei Göttner „ganz besonders scharf“ auf das Mitführen des Bogenvisiers geachtet werden sollte.